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Biozide

Am 1. September 2013 ist die neue Verordnung (BPR, Verordnung (EU) Nr. 528/2012) über die Bereitstellung und Verwendung von Biozidprodukten auf dem EU-Markt in Kraft getreten. Ähnlich wie REACH hat die BPR das Ziel, den Binnenmarkt der EU zu harmonisieren und gleichzeitig ein hohes Schutzniveau für Mensch, Tier und Umwelt zu gewährleisten. Die Anforderungen sind allerdings komplexer als bei REACH, da Biozidprodukte einen komplexen zweistufigen Prozess durchlaufen, in dessen erstem Schritt der aktive biozide Wirkstoff auf EU Ebene genehmigt wird und danach das Biozidprodukt zugelassen werden muss.

Für Hersteller/Importeure (Lieferanten) von bioziden Wirkstoffen, die nicht bereits in Verfahren involviert sind, bedeutet dies, dass sie entweder einen Antrag auf Überprüfung eines Neuwirkstoffes stellen müssen oder sich im Rahmen der Art. 95 Listung als Teilnehmer am Altwirkstoffverfahren beteiligen. Im ersten Fall kann das Biozidprodukt erst nach der Entscheidung der Kommission über den Wirkstoff in den Verkehr gebracht werden, im zweiten Fall sieht die BPR eine Übergangsregelung vor, die Biozidprodukten eine Verkehrsfähigkeit zumindest bis zur Entscheidung über die Aufnahme des Altwirkstoffes gewährt.

Nach der Genehmigung des Wirkstoffs sind dann alle Biozidprodukte zulassungspflichtig, die entsprechende Wirkstoffe enthalten und in der EU in den Verkehr gebracht oder verwendet werden. Weiterhin sieht die BPR explizit Regelungen bezüglich behandelter Erzeugnisse und "In-situ-generierten" aktiven Substanzen vor. Unser Team kennt die Herausforderungen der Biozidgesetzgebung von beiden Seiten (Antragsteller und Bundesbehörden), weshalb wir in der Lage sind die Prozesse der BPR aus einem besonderen Blickwinkel zu betrachten und dies zu Ihrem Vorteil zu nutzen.

Die folgenden Bereiche geben einen Überblick über die Hauptanforderungen der BPR und zeigt wie wir Sie dabei unterstützen können.